Im patriarchalen Würgegriff

an.schläge zum Thema:

„Auch wenn wir allesamt die Augen davor verschließen: Es ist längst schon fünf vor zwölf. Können wir den Klimawandel und die Umweltzerstörung nicht auf der Stelle stoppen, wird das verheerende und letztlich lebensbedrohliche Auswirkungen auf die gesamte Menschheit haben – und das in sehr naher Zukunft. Leider ist das nach jahrzehntelangem Ringen nun endlich unterzeichnete Klimaabkommen von Paris bislang nichts als eine schöne Geste. Bis zur Ratifizierung bleibt es eine unverbindliche Absichtserklärung, aus der zudem wichtige Forderungen wieder gestrichen wurden, so ist zum Beispiel die Genderperspektive verwässert worden.
Doch Frauen (und Kinder) sind weltweit oft ganz unmittelbar und viel stärker vom Klimawandel betroffen als Männer, tragen gleichzeitig aber erheblich weniger dazu bei.
Ist der Raubbau an unserer Umwelt also tatsächlich ein männliches Prinzip, während nachhaltiges Wirtschaften weiblich ist, wie es der Ökofeminismus nahelegt? Schließlich sind Frauen die treibenden Kräfte vieler Umweltinitiativen. Außerdem fragen wir in unserem Ökologie-Schwerpunkt, was eigentlich aus der einflussreichen Öko-Protestkultur der 1970er geworden ist und welche Rolle kritischer Konsum bzw. individueller Konsumverzicht spielen kann.
Die Welt wird er alleine nicht retten, so viel sei vorweggenommen. Wir brauchen einen radikalen Systemwandel, das hat Naomi Klein in „Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima“ so drastisch wie unbestreitbar klargemacht.
Gehen wir es also an.“
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